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Die Portugiesische Reise - von José Saramago

Portugiesische Reise Saramago Eule 

 

 "Überlass deine Blumen jemandem, der damit  umzugehen weiß,
und fahr los." 

Saramago lädt ein zu einer literarischen und kulturellen Reise durch seine Heimat Portugal, die er in den 90er Jahren, nach längerer Abwesenheit, mit fremdem Blick ganz neu entdeckt. Seine gemächliche Fahrt in einem klapprigen Auto führt vom Norden Portugals über Hunderte von Kilometern hinweg bis zur Algarve. Geleitet von einer zerknitterten Landkarte und spontanen Eingebungen, lässt der Reisende sich durch die Landschaft treiben.

Er macht Halt in kleinen Dörfern, besichtigt Kirchen, Klöster und Burgen oder erfreut sich an der Schönheit der Natur. Nicht zu vergessen, die wunderbaren Geschichten, die ihm an jeder Ecke begegnen. Saramago gibt Einblick in die unbekannten Seiten Portugals und legt gleichzeitig einen literarischen Bericht über die Kultur des Reisens vor, der so bereichernd wie beglückend ist.

Soweit der Klappentext meines 576 Seiten dicken Taschenbuches - für meine Tour kürzlich quer durch Portugal kaufte ich mir dann zum Glück noch die elektronische Version für mein geliebtes ebook. Und abends, ab und zu, las ich die Passagen zu den Städten und Landstrichen, die ich am Tage besucht hatte (das Buch hat ein grandioses Ortsnamensverzeichnis!) und sah so meine Reise aus einem ganz anderen Blickwinkel.

Ich muss Ihnen jedoch gestehen - ich habe das Buch noch nicht komplett gelesen…. . Ich werde es jedoch jetzt täglich mit zum Strand nehmen. So hoffe ich, noch so einiges zu lernen über Portugal. Hier noch ein kleiner Auszug, damit Sie einen Eindruck von dem wunderschönen Schreibstil des portugiesischen Nobelpreisträgers bekommen (S. 556): "In der Kirche Santo António de Lagos haben die Schnitzer den Verstand verloren - alles was das Barock erfunden hat, findet sich hier. In der Ausführung nicht immer makellos, im Stil nicht immer sicher, doch selbst diese Mängel tragen zur Wirkung bei, der Blick will auf etwas verweilen, ein kritisches Urteil deutet sich an, doch schon wird er mitgerissen von dem, was der Reisende nur als dämonischen Tanz beschreiben kann."

José Saramago (1922-2010), der Sohn einer Landarbeiterfamilie aus Azinhaga in der portugiesischen Provinz Ribatejo, erhielt 1998 den Nobelpreis für Literatur.

 

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